Berichte Pistole

15. Feb., 2025

Aargauer Einzelmeisterschaften 10 m in Aarau: Dieter Grossen (Pistole Elite), Andrea Rossi (Gewehr Männer) und Selina Koch (Gewehr Frauen) die Hauptsieger

Von |2025-02-15T23:49:58+01:0015. Februar 2025|Kategorien: Allgemein, Berichte, Berichte G10/50m, Berichte Leistungssport, Berichte Pistole|

An den Aargauer Meisterschaften der 10-m-Schützinnen und -Schützen in Aarau boten die Teilnehmer mit der Pistole packenden Sport. Bei der Elite setzte sich Altmeister Dieter Grossen in einem Finalkrimi nach 24 Schüssen mit 0,3 Punkten gegen Bernhard Kayser durch. Den U21-Final gewann Ayleen Paolozzi dank starkem Ende. Bei den Gewehrschützen holte Selina Koch den Frauentitel, Andrea Rossi den Titel der Männer und Fiona Kitanovic in überragender Manier U21-Gold.

In der Aarauer Kasernenhalle ist der „Grosskampftag“ über die Bühne gegangen. Am Vormittag bestritten die Pistolenschützen die Aargauer 10-m-Meisterschaft, am Nachmittag kämpften die Gewehrschütz(inn)en um Titel und Medaillen.
In der Qualifikation der Pistolenschützen setzte sich bei der Elite Favorit Dieter Grossen mit 569 Punkten vor Bernhard Kayser (559) und Patrik Hunn (558) klar an die Spitze; beim U21-Nachwuchs zielte Ayleen Paolozzi klar am besten. Der Titelverteidiger beim Nachwuchs, Rogerio Jörg, zeigte mit nur 536 Zählern Startschwierigkeiten.

Dieter Grossens Nervenstärke gegen Herausforderer Bernhard Kayser
Nicht zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte des Aargauer Pistolenschiessens forderte der Brittnauer Bernhard Kayser den Full-Reuenthaler Serienmeister Dieter Grossen heraus. Nach Rang 2 in der Qualifikation gelang Kayser der Finalauftakt fast perfekt. Mit den ersten fünf Schüssen distanzierte er Grossen gleich um 4,1 Punkte. Titelverteidiger Grossen begann seine Aufholjagd erst nach zwölf Schüssen. Da betrug sein Rückstand auf Leader Kayser bedrohliche 4,8 Zähler. „Das brauche ich zwar nicht, aber mir liegt dieses Startprogramm des Finales mit zweimal fünf Schüssen einfach nicht“, begründete der Favorit seinen schwachen Beginn. Langsam kämpfte sich Grossen nun heran. Aber erst im 16. Schuss patzerte Kayser mit 8,2 Punkten erstmals. Grossen verkürzte  den Abstand auf 0,9 Punkte und leitete damit eine packende Finalschlussphase ein. Vor dem finalen Krimi duellierte sich Lara Furrer und Reto Gantenbein aber erst  noch in einem Shootoff um Bronze mit dem besseren Ende für die Bettwilerin.
Danach folgt die grosse Show um Gold. Vor den letzten zwei Schüssen lagen Grossen und Kayser nur vier Zehntelspunkte auseinander. Im 23. Schuss setzte sich Grossen mit 10,6:10,4 durch. Doch damit war die Entscheidung noch nicht gefallen. Kayser schloss mit 10,7 Ringen ab, Grossen behauptete sich aber mit 10,4 Zählern um drei Zehntelspunkte vorne und sicherte sich damit seinen 98. (!) Aargauer Meistertitel mit der Pistole. „So spannend und nervenaufreibend wars aber selten einmal“, atmete Dieter Grossen nach dem Final tief durch. „Mein Puls und mein Blutdruck waren überdurchschnittlich hoch.“

U21-Sieg für Ayleen Paolozzi
Im U21-Final bewahrte Ayleen Paolozzi nach mässigem Beginn die nötige Ruhe. Im Gegensatz dazu baute Titelverteidiger Rogerio Jörg nach famosen ersten fünf Schüssen ab. Er kämpfte mit dem Rhythmus und musste sich mit Bronze begnügen. Seine Kölliker Klubkollegin Kaya Buser war hingegen die Nachwuchsentdeckung des Tages mit der Pistole. Sie lieferte Paolozzi bis zum letzten Schuss ein spannendes Duell und musste sich nach 24 Schüssen nur mit 226,4:225,0 Punkten geschlagen geben. „Ein Final ist immer unberechenbar“, konstatierte Paolozzi. Buser , im Vorjahr noch auf Rang 6, zeigte sich mit Silber  zufrieden und gestand: „Als ich nach 18 Schüssen an der Spitze lag, wurde ich doch etwas nervös.“
Der letzte Pistolentitel, jener der Veteranen, ging mit klarem Vorsprung an den erstmals in dieser Alterskategorie schiessenden Stefan Vögele. Der 60-jährige Gränicher war zwar mit seinen 367 Punkten aus 40 Schüssen nicht ganz zufrieden; dennoch reichte dies mit 13 Punkten Reserve auf den Fricker Rudolf Herbst für Gold.

Erste Gewehrtitel an Ria Boss (U17) und Anja Erdin (U15)
Den Auftakt bei den Gewehrschützen machte der U17-Nachwuchs. Am besten bewältigte die Fricktalerin Ria Boss dieses 40-Schuss-Pensum. Dank starkem Beginn realisierte sie schliesslich 382,4 Punkte und liess damit den Suhrentaler Kai Fringeli um 2,6 Zähler hinter sich.
Bei den jüngsten Teilnehmenden an diesem Tag, den U15-Gewehrschützinnen und -schützen, setzte sich die Gansingerin Anja Erdin mit satten 5,0 Punkten Vorsprung auf die Köllikerin Chloé Peter an die Spitze.
In der Gewehrqualifikation der Elite-Frauen und der U21-Teilnehmenden schossen Selina Koch und Fiona Kitanovic am besten. Bei den Frauen traten nur fünf Schützinnen an. Koch schoss konstant auf hohem Niveau um setzte sich mit einem Total von 613,1 Punkten an die Spitze. Kitanovic begann für ihre Verhältnisse mässig, steigerte sich dann aber im Laufe des Matchprogrammes und totalisierte schliesslich 605,4 Punkte. Bei den Elite-Männern liess die Qualifikation auf einen spannenden Final schliessen. Andrea Rössi von den Sportschützen Muhen setzte sich knapp vor Matthias Baldinger (Birrhard) an die Spitze. Titelverteidiger Ivan Füglister reihte sich in der Qualifikation auf Rang 3 ein und meldete damit ebenfalls Ambitionen an.

Eindrückliche U21-Titelverteidigung von Fiona Kitanovic
Im U21-Final zeigte Fiona Kitanovic dann eine durchgehende Topleistung. Die Titelverteidigerin lag von Beginn weg vorne und zog das hohe Niveau durch. Mit dem Total von 246,2 Punkte aus 24 Schüssen steigerte sie sich gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Punkte. Dahinter holte Joel Müller mit 239,2 Zählern Silber vor Nina Staudacher, die Silber mit einem 7,1-Punkte-Schuss verpatzte.
Den erwarteten Sieg bei den Frauen feierte Selina Koch. Die gebürtige Freiämterin tat sich in den ersten zehn Schüssen schwer und hatte gegenüber ihrer Klubkollegin von Wettingen-Würenlos, Darunee Frossard, einen kleinen Rückstand wettzumachen. „Die beiden Fünferserien liefen mir gar nicht gut, aber ab den Einzelschüssen fand ich einen guten Rhythmus“, beschrieb Koch ihre Steigerung, die zum ungefährdeten Titelgewinn verhalf.
Auch der Gewehrsieger bei den Männern, Andrea Rossi, startete mässig in den Final. Aber der Altinternationale beruhigte sich angesichts der nicht enteilenden Konkurrenz schnell und erreichte schliesslich mit einem Total von 243,8 Punkten ungefährdet seinen zweiten Aargauer 10-m-Titel nach 2023. Vorjahressieger Ivan Füglister erwachte zu spät. Seine Aufholfjagd reichte „nur“ noch zu Silber, 9,4 Zähler hinter Rossi.

Entfesselter Alexander Buttazzo
Einen offiziellen und einen inoffiziellen Rekord stellte der Ittenthaler Gewehrschütze Alexander Buttatto bei seinem Sieg in der Seniorenkategorie auf. Mit 402,0 Punkten realisierte er einen neuen Aargauer Rekord, und dies in einer rekordverdächtigen Zeit von nur 21 Minuten für diese 40 Schüsse. Der Rothrister Mikael Vontobel büsste auf Rang 2 bereits ganze elf Zähler ein.
Mit der knappestmöglichen Entscheidung von einem Zehntelpunkt fiel hingegen die Entscheidung bei den Gewehrveteranen. Der Oeschger Hans Welte war gegenüber Erich Widmer aus Beromünster der Glücklichere. Nicola Leone, der Vater der nicht in Aarau anwesenden Olympiasiegerin Chiara Leone, sicherte sich in dieser Kategorie die Bronzemedaille.

 

14. Feb., 2025

1. Tag der Aargauer 10-m-Meisterschaften Pistole und Gewehr in Aarau

Von |2025-02-17T10:25:46+01:0014. Februar 2025|Kategorien: Allgemein, Berichte, Berichte G10/50m, Berichte Pistole|

In der Mehrzweckhalle Kaserne Aarau ist der erste Tag der 31. Aargauer Meisterschaften der 10-m-Pistolen- und Gewehrschützen mit Druckluftwaffen zu Ende gegangen. Zum Auftakt massen sich Schützinnen und Schützen in den Aufgelegt-Kategorien. Die ersten Titel mit der Pistole gingen an Hans Schärer (Schafisheim/Senioren), Alois Larcher (Safenwil/Veteranen) und Cesare Pippo (Brugg/Seniorveteranen). Larcher schoss mit 285 Punkten aus 30 Schüssen das Bestresultat aller drei Pistolenkategorien aufgelegt.

Mit dem Gewehr 10 m aufgelegt siegten Alexander Buttazzo (Ittenthal/Senioren), Michele Tullo (Meisterschwanden/Veteranen) und Andreas Christoffel (Rudolfstetten/Seniorveteranen). Hier gelang Seniorveteran Christoffel mit 310,4 Ringen das höchste Resultat.

Gruppensieg für Kölliker Pistolenschützen
In einem extrem spannenden Gruppenwettkampf setzte sich das Quartett von Kölliken erst mit den letzten Schüssen gegen Fahrwangen durch. Für Kölliken bewahrten Kaya Buser und Rogerio Jörg die nötige Nervenstärke. Am Ende fehlten den zuletzt schiessenden Fahrwangerinnen Lara Furrer und Ayleen Paolozzi vier Punkte zur Goldmedaille. Dahinter spielte sich ein weiterer Krimi um Rang 3 ab. Die Klingnauer Routiniers Dieter Grossen und Reto Gantenbein retteten nach dem letztjährigen Sieg dank viel Geduld und solidem Nervenkostüm noch Bronze. Baden sah sich um vier Zähler auf Rang 4 verwiesen. Auch bei den Aufgelegt-Schützen siegte Kölliken, hier vor Rupperswil II und Oberentfelden. Beim Nachwuchs traten nur zwei Gruppen an. Dabei siegte Zofingen überlegen vor Baden.

Überlegene Titelverteidigung für Wettingen-Würenlos
Zum Abschluss des Freitagprogrammes verteidigte Wettingen-Würenlos in der Gruppenmeisterschaft der 10-m-Gewehrschützen seinen traditionellen Titel souverän. Angeführt von der überragenden Selina Koch mit 412,7 Punkten, schoss das Ostaargauer Quartett einen Vorsprung von 40,3 Zählern auf das wiederum zweitklassierte Buchs heraus. Dahinter eroberten die Sportschützen Frick auch ohne ihre Olympiasiegerin Chiara Leone ungefährdet Bronze. Bei den Aufgelegt-Gewehrschützen eroberten die Luftgewehrschützen Zufikon gleich alle drei Podestplätze.

Am Samstag gehen die 31. Aargauer Meisterschaften mit dem Einzelwettkampf der Pistolenschützen am Morgen und dem Einzelwettkampf der Gewehrschützen am Nachmittag weiter.

14. Dez., 2024

Finaltag des 10-m-Nachwuchsschiessens „Aargauer Zähni“ im Badener Esp

Von |2024-12-15T17:26:16+01:0014. Dezember 2024|Kategorien: Allgemein, Berichte, Berichte Ausbildung, Berichte G10/50m, Berichte Pistole|

Fabian Hunn (Wohlen), eines der Aargauer Pistolentalente, hat zum Auftakt des Finaltages am „Aargauer Zähni“ im Badener Esp das 20-Schuss-Programm absolviert und in der U13-Kategorie mit dem Bestresultat des Tages von 171 Punkten gewonnen. (Foto: wr)

Im Schiesskeller des Fussballstadions Baden-Esp hat der Final des Aargauer 10-m-Nachwuchswettkampfes „Aargauer Zähni“ stattgefunden. Im ersten Durchgang schossen 20 Pistolenschütz(inn)en im Alter von 8 bis 15 Jahren. Die ersten Siege mit der Pistole eroberten Fabian Hunn (U13), Finn Decking (U15) und Noah Meier (U17). Nach den 20 Pistolenschützen folgten vier Ablösungen mit insgesamt 80 Gewehrschützinnen und -schützen. Dabei setzten sich folgende Teilnehmende an die Spitze: Jessica Oeschger (U13), Jenny Heitz (U15 aufgelegt), Margarita Papini (U15 stehend frei) und Eloy Dacasa (U17).

 

Überragende U13-Siegerin Jessica Oeschger (U13)

Mit ausgezeichneten 190 Punkten, dem Tagesbestresultat mit dem Gewehr, siegte in der untersten Altersklasse (U13)  Jessica Oeschger von den Sportschützen Mettauertal. Stehend frei gewann bei den U17-Schützen der Schafisheimer Eloy Dacasy mit 167 Punkten. Bei den U15-Teilnehmer(inn)en mit beweglicher Auflage gabs eine knappe Entscheidung um die Goldmedaille. Bei je 169 Punkten entschieden 4:3 Zehner für die Bibersteinerin Jenny Heiz und gegen den Rupperswiler Renato Bacciarini. Schliesslich ging der erste Platz bei den U15-Teilnehmenden stehend frei an Margarita Papini. Die Obersiggenthaler setzte sich mit 162 Punkten überlegen durch. U17-Sieger Eloy Dacasa erzielte mit 167 Punkten das beste Stehend-frei-Resultat.

18. Nov., 2024

Ehrung verdienter Funktionäre und erfolgreicher Sportler in Lupfig

Von |2024-11-18T15:39:30+01:0018. November 2024|Kategorien: Allgemein, Berichte, Berichte G10/50m, Berichte G300m, Berichte Leistungssport, Berichte Pistole, Berichte Verband|

Niklaus Birchmeier (rechts) erhielt von AGSV-Vorstandsmitglied Thomas Rohr am Ehrungsanlass in Lupfig einen Ehrengabe.

Nachfolgend ein Medientext zum Ehrungsanlass des AGSV-Ehrungsanlasses im „Ochsen“ in Lupfig.

 

21. Sep., 2024

Patrik Hunn schlägt Favorit Dieter Grossen im Aargauer Freipistolencup

Von |2024-11-17T11:07:50+01:0021. September 2024|Kategorien: Allgemein, Berichte, Berichte Leistungssport, Berichte Pistole|

Patrik Hunns Freude nach dem 21. Finalschuss am Finaltag des Aargauer Freipistolencups auf der Buchser Regionalschiessanlage Lostorf. (Foto: wr)

Patrik Hunn hats wieder einmal „getan“: Er schlug im Final des Freipistolencups den ewigen Favoriten bei Schiesswettkämpfen im Aargau, Dieter Grossen. Nach 21 Finalschüssen lag der Wohler mit 195,6:193,0 Punkten vorne, weil der Routinier aus Full-Reuenthal in der zweiten Hälfte nicht wunschgemäss traf. Den dritten Rang sicherte sich Hunns Vereinskollege Thomas Vock, der Grossen ebenfalls noch hätte überholen können.
Mehr dazu in nachfolgendem Medienbulletin und der Rangliste

12. Sep., 2024

Feldschiessen 2024 im Aargau: Steigerung um 800 Teilnehmende

Von |2024-09-15T16:32:15+02:0012. September 2024|Kategorien: Allgemein, Berichte G300m, Berichte Pistole|

In der Schützenstube der Regionalschiessanlage Lostorf in Buchs AG fand traditionell drei Monate nach dem Feldschiessen der Abschlussrapport mit den Vertretern der Bezirksschützenverbände statt. Der Aargauer Feldchef Thomas Scheuzger blickte zufrieden auf den Breitensportanlass zurück und berichtete von einer gefreuten Steigerung. Er nannte eine Zunahme von 800 Schiessenden.

„Wir blicken auf ein erfolgreiches Feldschiessen 2024 zurück, die durchführenden Vereine gaben sich auf den Schiessplätzen im ganzen Kanton grosse Mühe“, lobte Scheuzger in der Schützenstube Buchs. Total ging das Feldschiessen 2024 im Aargau auf 35 Schiessplätzen Gewehr 300 m und auf 12 Schiessplätzen Pistole 25/50 m über die Bühne. Konkrete Teilnehmerzahlen und weitere Informationen liegen an dieser Stelle noch nicht vor. In Buchs konnte Scheuzger den Bezirksvertretern 47 Speckseiten zuhanden von durchführenden Vereinen abgeben, die mindestens eine Steigerung um 15 Schütz(inne)n erreichten.

Das Feldschiessen 2025 findet am Wochenende vom 23. bis 25. Mai statt.

9. Sep., 2024

Erfolgreiche Aargauer an den Schweizer Meisterschaften in Thun

Von |2024-09-15T16:33:29+02:009. September 2024|Kategorien: Allgemein, Berichte, Berichte Ausbildung, Berichte G10/50m, Berichte G300m, Berichte Leistungssport, Berichte Pistole|

Gewehr 300m / 50m

300m Sturmgewehr 57-03 liegend Elite/Senioren

Claude Chenaux SV Gansingen, Schweizer Meister, Stefan Mathis, SG Staufen, holt Bronze!

Das bei den Ordonnanzschützen beliebte Stgw57-03 bot Schiesssport auf allerhöchstem Niveau. Alexander Buttazzo, FS Kaisten, verlor als Achter lediglich 4 Punkte. Die Podestschützen erzielten alle 573 Punkte, Claude konnte 18 Innerzehner schreiben, Trudi Hegi als Zweite 15, genauso viele wie Stefan Mathis, dort entschied dann die letzte Passe zugunsten der Zürcherin. Weiter waren mit Walter Schumacher, SG Lauffohr und Yvonne Csitei-Hug, FS Kaisten am Start, es resultierten die Ränge 21 und 29.

300m Sturmgewehr 57-03 liegend Veteranen

In dieser Kategorie startete die grösste Delegation des AGSV. Bruno Hertig, SV Oberkulm, Schweizer Meister im Jahr 2021, klassierte sich im 19. Rang und war somit bester Aargauer. Es folgten im 22. Rang Michele Tullo, SG Seon, 23. Markus Steiner, SV Oberkulm, 25. Andreas Baumgartner, SG Beinwil a/S., 31. Markus Weibel, SB Buchs, 35. Willi Gloor, SG Tägerig, 48. Rolf Müller, SG Villigen, und im 53. Rang klassierte sich Christoph Wälchli, SV Oberkulm.

300m Sturmgewehr 90 liegend open

Aus Aargauer Sicht zeigte der Präsident der SG Safenwil, Peter Brunner, eine ansprechende Leistung. Als 13ter verlor er 9 Punkte auf den Sieger. Knapp hinter Brunner fand sich Alexander Buttazzo, FS Kaisten, mit 559 Punkten wieder, als 32ter klassierte sich der Oberhofer Nachwuchsschütze Smakolli Dion. Bei ihm ist erwähnenswert, dass er mit den ersten beiden Passen mit 85 und 87 Punkten suboptimal startete, danach aber mit den Besten mithalten konnte. Ein Aargauer Versprechen für die Zukunft. Der Lauffohrer Walter Schumacher plagten gesundheitliche Probleme, was den 52. Rang erklärt und der Oberkulmer Patrick Speck hat noch Luft nach oben (58. Rang).

300m Karabiner 2-Stellung / 300m Sturmgewehr 90 2-Stellung

Der unverwüstliche Peter Jenni, FSG Buttwil-Geltwil, nahm als einziger Aargauer teil und wurde im 26. Rang (Karabiner) und 50. Rang (Stgw90) klassiert.

300m Sturmgewehr 57 2-Stellung

Walter Schumacher und Hans Schumacher, SG Lauffohr, klassierten sich, wie es sich für Zwillinge gehört, auf den Rängen 15 und 16. Der Staufener Stefan Mathis wurde 24 und es ist davon auszugehen, dass das Trio sich mehr erhofft hatte. Wie heisst es so schön, nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf!

300m Freie Waffe, Liegendmatch Männer / Junioren

Bronzemedaille für Rafael Bereuter!

Nachdem Rafael Bereuter, SG Aarau, in den ersten 20 Schuss zwei Neun schreiben lassen musste, war dann lediglich der 36. Schuss noch eine 9. Mit 597 wurde er im 3. Rang klassiert und holte sich somit die Bronzemedaille. Im 11. Rang klassierte sich Robin Bopp, Schützen Magden, welcher an seinem ersten Einsatz in Thun eine gute Leistung abliefern konnte.

300m Freie Waffe, Liegendmatch Senioren

Alexander Buttazzo, FS Kaisten, klassierte sich im 9. Rang und Erich Hunziker, SG Aarau, wurde 21ter.

300m Freie Waffe, Liegendmatch Veteranen

Silbermedaille für Rolf Denzler!

Mit dem letzten Schuss gab Rolf Denzler, SG Hunzenschwil, den Schweizermeistertitel aus der Hand, die 9 liess ihn auf ein Total von 587 Punkten kommen. Das gleiche Resultat wies der Willisauer Erwin Stalder auf, beide verzeichneten 24 Innerzehner, die letzte Passe war mit 97 auch gleich und so entschied die zweitletzte Passe (100 zu 98) zugunsten des Luzerners. Im 20. Rang klassierte sich Peter Haltiner, SB Buchs, im 26. Rang Willy Linder, SG Leuggern und der Beinwiler Andreas Baumgartner wurde 40.ter

300m Freie Waffe, 3×20 Männer

Marco Fischer, SG Oberentfelden, klassierte sich im 11. Rang

300m Standardgewehr, 3×20 Open

Rafael Bereuter, SG Aarau, klassierte sich im 5. Rang

300m CISM-Wettkampf

Rafael Bereuter holt Silber im Schnellfeuer und in der Kombination!

Nachdem der Aarau Rafael Bereuter im Standardgewehrmatch den 5. Rang erreichte, konnte er in seiner „Lieblingsdisziplin“ Schnellfeuer glänzen und sich die Silbermedaille sichern. Auch in der Kombination reichte es zur Silbermedaille, einzig Gilles Dufaux war nicht zu schlagen.

300m Standardgewehr 2×30 Schuss open

Im 15. Rang klassierte sich Markus Mathis, FS Beinwil Freiamt, im 36. Rang Widmer Simon, SV Oberkulm, Benz Patrick wurde 43.ter und seine Frau Sarah wurde im 46. Rang klassiert (beide Schützen Magden).

300m Standardgewehr 2×30 Senioren/innen

Wieder Silber für Rolf Denzler!

Wie bereits im Liegendmatch musste sich Rolf Denzler, SG Hunzenschwil, dem Willisauer Erwin Stalder geschlagen geben. Die erzielten 585 Punkte sind ein schönes Resultat für den Zweistellungsspezialisten. Im 26. Rang klassierte sich Willy Linder, SG Leuggern, 47ter wurde Andreas Baumgartner, SG Beinwil a/S, 55. Rang Schmitt Beatrice, SG Freiheit Fischbach-Göslikon und im 56. Rang Stutz Reto, FSG Rudolfstetten-Friedlisberg.

50m Gewehr Liegendmatch Männer

Andrea Rossi, Sportschützen Muhen, klassierte sich im 6. Rang und Stöckli Matthias, SG Villmergen, wurde 16ter

50m Gewehr Liegendmatch Frauen

Michèle Maurer, SG Villmergen, klassierte sich im 27. Rang, Baumgartner Andreas,

50m Gewehr Liegendmatch Senioren/innen

Silvia Plaz, SG Villmergen, klassierte sich im 9. Rang, Ackermann Marcel, SG Villmergen, wurde 20ter und Buttazzo Alexander, Sportschützen Muhen, klassierte sich im 37. Rang

50m Gewehr Liegendmatch Veteranen/innen

Peter Haltiner, Sportschützen Teufenthal, klassierte sich im 17. Rang, Baumgartner Andreas, SB Buchs, wurde 30ter und Häsler Peter, SG Stein-Münchwilen, klassierte sich im 33 Rang.

50m Gewehr 3×20 Männer

Andrea Rossi, Sportschützen Muhen, wurde 16ter und Matthias Baldinger, Sportschützen Siggenthal, klassierte sich im 31. Rang

50m Gewehr 3×20 Senioren/innen

Thomas Rohr, Sportschützen Siggenthal, klassierte sich im 31. Rang

50m Gewehr Liegendmatch Junioren U19 – U21 Männer

Sahni Sukrit, Sportschützen Wettingen-Würenlos wurde im 12. Rang klassiert, Lars Morgenthaler von den Sportschützen Muhen wurde 14ter.

50m Gewehr Liegendmatch  Junioren/innen U13 – U17

Raphael Läuppi, Sportschützen Teufenthal, wurde an seiner ersten Schweizermeisterschaft guter 19ter.

50m Gewehr 3×20 Junioren U19 – U21 Frauen

Die beiden Mettauer Schützinnen Nina Staudacher und Fiona Kitanovic klassierten sich auf den Rängen 14. und 15.

50m Gewehr 3×20 Junioren U19 – U21 Männer

Joel Müller, Sportschützen Menziken, klassierte sich als guter 6ter, Sahni Sukrit, Sportschützen Wettingen-Würenlos, wurde 10ter und Fischer Adrian, Sportschützen Muri, klassierte sich im 26. Rang

50m Gewehr 3×20 Junioren/innen U13 – U17

Felix Frey, Sportschützen Muhen, klassierte sich im 25. Rang

Pistole 25m / 50m

Pistole 25m Juniorinnen U19 – U21

Bronze für Ayleen Palozzi!

Ayleen Paolozzi, Pistolenclub Fahrwangen, bewies einmal mehr, dass sie eine Könnerin mit der Pistole ist dass sie in den wichtigen Momenten die Nerven im Griff hat. Im Final konnte sie sich die Bronzemedaille sichern, nachdem sie in der Qualifikation den 4. Rang erreichte. Buser Kaya, PC Kölliken wurde in der Qualifikatikon im 14. Rang klassiert

Sportpistole 25m WSPS Men

Silber für Iapello Leonardo, PC Kölliken!

Zentralfeuerpistole 25m Männer

Broder Gregor, PS Spreitenbach, 10. Rang

Standardpistole 25m Männer / Frauen

Roch Daniel, PS Spreitenbach, 28. Rang

Ordonnanzpistole 25m Männer

Silber für den Spreitenbacher Broder Gregor!

Mit dem gleichen Resultat wie der Sieger, jedoch 4 Innerzehner weniger, gewann Broder Gregor die Silbermedaille! Der Dritte wies lediglich einen Zähler weniger auf.

Freipistole 50m Open

Dieter Grossen, SG Klingnau, wurde im 6. Rang klassiert, Stefan Vögele, Pistolensektion Murgenthal, wurde 29ter.

Pistole WSPS 50m Männer

Iapello Leonardo holt Silber!

Während der Sieger mit deutlichem Vorsprung vor dem Kölliker lag, droht von hinten keine Gefahr. Mit 11 Punkten Vorsprung sicherte sich Leonardo die Silbermedaille

Sportpistole B 50m, Senioren (in Lausanne geschossen)

Dieter Grossen wird Schweizer Meister!

Auf Dieter ist immer Verlass. Mit drei Punkten Vorsprung sicherte er sich einen weiteren nationalen Titel und zeigt einmal mehr, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Auch in der Kategorie Elite hätte er mit diesem Resultat gewonnen… Herzliche Gratulation!

Zusammenfassung der Schweizer Meisterschaften 2024

Mit zwei Schweizermeister-Titeln, 7 Silbermedaillen und 3 Bronze-Auszeichnung kann der Schützenkanton Aargau nicht zufrieden sein. Auf der anderen Seite kann es durchaus sein, dass in den nächsten Jahren dieses Ergebnis knapp oder eben auch nicht gehalten werden kann. Wieso? Bis auf Ayleen Paolozzi, Jahrgang 2006, sind alles arrivierte, erfahrene, routinierte und eben auch ins Alter gekommene Schützen, welche die Kohlen aus dem Feuer holten und in Zukunft hoffentlich auch weiter holen werden. Im Nachwuchsbereich sieht es leider im Gewehr- und auch im Pistolenbereich sowohl quantitativ wie auch qualitativ nicht rosig aus. Im Gewehrbereich 50m im Nachwuchs ist das Schweizer Niveau unglaublich hoch und es Bedarf schon 3-4 Trainingseinheiten pro Woche, wenn man sich im Bereich der Medaillen wiederfinden will. Auch im Gewehrbereich 300m, sei es im Sport oder Ordonnanz, fehlen die grossen Lichtblicke. Vielleicht kann der Oberhofer Smakolli Dion mit dem Stgw90 in Zukunft glänzen, auch Raphael Läuppi von den Sportschützen Muhen hat sowohl im 50m wie auch im 300m Potenzial, sich erfreulich entwickeln zu können. Im Pistolenbereich hat sicher Ayleen Paolozzi viel Potenzial und es bleibt zu hoffen, dass ihre Entwicklung weiter Fortschritte machen wird. Es wird einen Kraftakt in den Vereinen benötigen, um auch in Zukunft bei Titelwettkämpfen ein Wort mitreden zu können.

Allen Schützinnen und Schützen und allen Trainer/Funktionären, welche dafür sorgen, dass der Aargau an der Schweizer Meisterschaften vertreten ist, vielen Dank für das Engagement und herzliche Gratulation zu den erbrachten Leistungen.

Peter Gautschi

 

3. Mai, 2024

Kick-Off für Feldschiessen in Kölliken mit viel Prominenz

Von |2024-05-15T10:47:32+02:003. Mai 2024|Kategorien: Allgemein, Berichte G300m, Berichte Pistole, Berichte Verband|

Regierungsrat Jean-Pierre Gallati und AGSV-Präsident Peter Gautschi. Julia, die beste U15-Schützin 2023 im Aargau, amtete als Ehrendame. Foto: Neli Widmer.

Noch fast drei Wochen dauert es, bis vom 24. bis 26. Mai das Eidgenössische Feldschiessen stattfindet. Mit dem traditionellen Kick-Off, der am Donnerstag, den 2. Mai, in Kölliken stattfand, machte der Aargauer Schiesssport-Verband auf das grösste Schützenfest der Welt aufmerksam. Zum Kick-Off gab es von der schiessenden Prominenz nicht nur viele Treffer auf den Sturmgewehr- und Pistolen-Scheiben, sondern auch prägnante Worte.

«Jede Schweizerin und jeder Schweizer ab dem zehnten Altersjahr kann am Feldschiessen teilnehmen», erklärte Thomas Scheuzger, der im Verband für das Feldschiessen Zuständige, am Kick-Off. Und mit einem Augenzwinkern: «Wir wollen hinter den Berner der Kanton mit dem meisten Teilnehmern sein. Wir wollen vor allem die Zürcher in Sachen Teilnehmer schlagen». Der Kick-Off zum grössten Schützenfest der Welt findet jedes Jahr in einem anderen Bezirk statt. In diesem Jahr war der Bezirk Zofingen an der Reihe. Dieser Kick-Off fand am Abend des 2. Mai auf der Schiessanlage Ghürst in Kölliken statt.

Regierungsrat erfreut über mehr Jungschützen

Gemäss Regierungsrat Jean-Pierre Gallati, der am Kick-Off als einer der Prominentesten teilnahm und mit dem Sturmgewehr 53 Treffer erzielte, ist die Teilnahme am Feldschiessen wichtiger als der Rang: «Mit meinem Ergebnis bin ich zufrieden. Wäre ich nicht Regierungsrat, hätte ich wohl keine Kranzauszeichnung erhalten. Wichtig ist: Die Teilnahme steht beim Feldschiessen im Vordergrund, nicht das Resultat». Der in der kantonalen Regierung für das Militär- und Schiesswesen zuständige Regierungsrat zeigte sich über die Zunahme an Jungschützen erfreut: «Da leisten die Schützenvereine und ihre Funktionäre vorbildliche Arbeit. Obwohl das freiwillige Engagement vieler Leute in den Vereinen heute keine Selbstverständlichkeit mehr ist, finde ich in den Vereinen die Zunahme an Jungschützen toll». Jean-Pierre Gallati ging in seiner Rede nicht nur aufs Vereinsleben, sondern auch auf die weltpolitische Lage ein. Er wies darin auf die Wichtigkeit einer starken Armee und damit verbunden ein starkes Schiesswesens hin.

Sicherheit muss gepflegt sein

Dass es Sicherheit nicht gratis gibt und dafür viel getan werden muss – zu einem grossen Teil geschieht dies auch in den Schiessvereinen – erwähnten die weiteren Redner am Kick-Off. So wies Oberst Cédric Ruckli, der Kommandant der Koordinationsstelle 2, auf die Wichtigkeit der Verbundenheit zwischen Armee und den Schützen hin: «Die Sicherheit hat einen Wert, der von Allen, nicht nur von der Armee gepflegt werden muss». Gemäss Gemeindeammann Mario Schegner hat die Gemeinde Kölliken dafür etwas getan: «Wir haben nicht nur seit Kurzem 5’000 Einwohner, sondern auch eine sanierte Schiessanlage». Vom gelungenen Werk konnte sich der Gemeindeammann nicht nur am Kick-Off, sondern auch am «Tag der offenen Schützenhäuser» überzeugen. Auch Hans-Dieter Jäggi (Olten), der Bastiansvater 2024, zeigte die Bedeutung zwischen Wehrwillen und Schiesswesen auf. Er wies auf die geschichtliche Bedeutung von St. Sebastian hin, der der Patron der Schützen ist, und ging in seinen Ausführungen auf die heutige Zeit ein: «Während der zwei Weltkriege im letzten Jahrhundert war für unsere Vereinigung der Wehrwille wichtig. Dieser ist auch heute wieder von Bedeutung: Die Leute müssen nach all den Vorkommnissen in der Welt wieder weniger motiviert werden, um den Wehrwillen aufrecht zu halten. Allerdings war die Armee nie eine Wohlfühloase. Sie attraktiver zu machen, geht gar nicht. Sonst kann sie gar nicht für das einstehen, für das wir eine Armee brauchen». Nach seiner Ansicht geht es nicht um die «Auffrischung» der Armee, sondern um die Behebung von festgestellten Mängeln. «Nur so kann die Freiheit unseres Landes weiter bestehen».  

Ehrenamtlichkeit und unfallfreies Feldschiessen  

Auch wenn am Kick-Off fürs Feldschiessen viel über die Verbundenheit zwischen dem Schiesswesen und der Armee gesprochen wurde, war es für alle Redner wichtig, all den Freiwilligen zu danken, die sich in den Schiessvereinen für das Schiesswesen und für die Förderung des Nachwuchses einsetzen. Abschliessend tat das Dominik Gresch, Stadtrat und Grossrat aus Zofingen, zusammenfassend auch für all seine Vorredner: «Ich danke Allen, die sich freiwillig engagieren. Das Schiesswesen hat zwar vieles mit dem Militär zu tun und dass es das Militär braucht, zeigen die Ereignisse und Kriege von derzeit innerhalb von Europa. Ohne Ehrenamtlichkeit und viel Engagement würde unser Miliz-System im Militär und in den Vereinen jedoch gar nicht funktionieren».  Zum Schluss des «offiziellen» Teils des Kick-Offs, der von viel Prominenz aus Politik, Militär, Polizei, der Wirtschaft und dem Schiesswesen besucht war, wurde der Hoffnung Ausdruck gegeben. dass das vom 24. bis 26. Mai stattfindende Feldschiessen unfallfrei über die Bühne, bezw. durch die Schiessstände geht. «Das ist ja letztendlich das Wichtigste», meinte Peter Gautschi (Vordemwald), der Präsident des Aargauer Schiessport-Verbandes AGSV zurecht. Nach diesen Ausführungen ging es zum feinen Nachtessen in der Schützenstube mit Aargauer Braten und dem von der Gemeinde Kölliken spendierten Kaffee.

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21. Apr., 2024

Röbi Wüest-Cup: Bruno Schenk holt sich Sieg und düpiert Favoriten

Von |2024-05-05T09:05:15+02:0021. April 2024|Kategorien: Allgemein, Berichte Leistungssport, Berichte Pistole|

Die besten des diesjährigen Röbi-Wüest-Cups, von links: Thomas Huber (3.), Sarah Hostettler (2.), Bruno Schenk (Sieger), Patrick Huber (4.) und Namensgeber Röbi Wüest

Ein neues Siegergesicht brachte der am Sonntag zum 17. Male ausgetragene Röbi-Wüest-Cup der Pistolenschützen. Nachdem Vorjahressieger Christian Klauenbösch nicht zur Titelverteidigung angetreten und der mehrmalige Sieger Dieter Grossen bereits im Achtelfinal ausgeschieden war, holte sich Bruno Schenk (Strengelbach), der Zweite von 2022, den Sieg in diesem prestigeträchtigen Schützen-Cup. Mit Sarah Hostettler (Murten) schaffte erstmals eine Frau den Sprung ins Finale.

Einmal mehr wurde der im Cup-System ausgetragene Wettbewerb auf der Schiessanlage Obertel in Suhr ausgetragen. Eine erste Überraschung gab es bereits im Achtelfinal. Dieter Grossen (Full), der diesen Wettbewerb nicht weniger als elfmal gewinnen konnte, schied bereits im Achtelfinal au. Grossen, der auch diesmal zu den Favoriten gezählt wurde, fand sich mit den wechselnden Lichtverhältnissen nicht zurecht und schied gegen Reto Gantenbein (Weiach) aus. Gantenbein brachte dieser Erfolg über einen der Favoriten allerdings auch nicht viel weiter: Im Viertelfinal schied der Zürcher Unterländer nämlich gegen den späteren Dritten Thomas Huber (Oberhasli), der der Pistolen-Nationalmannschaft der Polizeischützen angehört, aus.

Steigerungslauf ins Finale

Einen wahren Steigerungslauf bis ins Finale schafften Sarah Hostettler (Murten) und Bruno Schenk (Strengelbach), der Zweite von 2022. Schenk schaltete als Sechster des Vorlaufes im Achtelfinal Daniel Dennler aus. Im Achtelfinal gelang Schenk, gegen den im Viertelfinal Herbert Lehmann und im Halbfinal Patrick Huber keine Chancen hatten, mit 149 Punkten das beste Resultat. Im Final schoss Bruno Schenk nochmals 149 Punkte. Damit wurde Schenk Sieger des diesjährigen Röbi Wüest-Cups, vermochte er doch seine Gegnerin Sarah Hostettler um einen Zähler zu distanzieren. Der 34-jährige Strengelbacher wollte seinen Sieg nicht überbewerten: «In einem Schiessen nach dem Cupsystem braucht es auch Glück, auf wen man trifft. Dieses Glück hatte ich im Achtel- und im Viertelfinal, wo ich meine Gegner ganz klar hinter mir lassen konnte». Im Final traf Schenk dann auf die Amazone Sarah Hostettler (Murten). Sie stand als erste Frau im Final des seit dem Jahre 2007 ausgetragenen Cups. Hostettler rollte das Feld im wahrsten Sinne des Wortes von hinten auf. Nach der Vorrunde lag sie nämlich auf dem 15. Rang. Weiter kam Hostettler durch die Hoffnungsrunde, die sie als Siebte abschloss und damit gerade noch knapp in den Achtelfinal rutschte. Dann drehte die von ihrem Vater Alfred trainierte – er war in Suhr einer der 37 Teilnehmer des diesjährigen Röbi Wüest-Cups – Hostettler jedoch auf.

Siegerbild mit Dame

Im Achtelfinal schaltete sie Walter Voramwald, der die Vorrunde noch gewonnen hatte, ebenso aus, wie im Viertelfinal den letztjährigen Zweiten Beat Elmer. Im Halbfinal hatte auch der spätere Dritte Thomas Huber gegen Sarah Hostettler keine Chance. Erst im Final musste sich Hostettler um einen Zähler Bruno Schenk geschlagen geben. Damit gab es erstmals seit 2019 am Röbi Wüest-Cup wieder ein Siegerbild «mit Dame». Damals hatte Tamara Vock hinter Patrick Huber, dem diesjährigen Vierten, und dem früh ausgeschiedenen Favoriten Dieter Grossen den dritten Platz belegt. Mit dem neuen Siegergesicht Bruno Schenk und mit Sarah Hostettler als ersten Frau im Final nahm der diesjährige Röbi Wüest-Cup, der einmal mehr hochklassigen Schiesssport bot, einen schönen und würdigen Abschluss.  

Fotos: Neli Widmer

17. Feb., 2024

AM 10 m: Pistolengold für Dieter Grossen, Rogerio Jörg und Josef Huser

Von |2024-02-20T17:52:05+01:0017. Februar 2024|Kategorien: Allgemein, Berichte, Berichte Leistungssport, Berichte Pistole|

Die Medaillengewinner bei den Pistolenveteranen: (von links) Hans Peter Zimmermann (2.) Josef Huser (1.) und Jakob Bleiker (3.) (Foto: wr)

An den Aargauer 10-m-Meisterschaften in Aarau ist der zweite Wettkampftag zu Ende gegangen. Mit der Pistole verteidigte Dieter Grossen seinen Titel erwartungsgemäss. Im U21-Final setzte sich das nervenstarke Talent aus Kölliken, Rogerio Jörg, durch. Bei den Veteranen gewann Josef Huser Gold.

In der Qualifikation der Elite hatte der Wohler Patrik Hunn dem Favoriten Dieter Grossen (Full-Reuenthal) einen spannenden Kampf geliefert. Am Schluss brauchte es einen Volltreffer von Hunn, und der Freiämter lieferte diesen ab. So mussten bei Gleichstand von 559 Punkten die Innenzehner entscheiden. Da hatte Hunn die Nase mit 14:11 vorne. Im Final zog jedoch Grossen von Beginn weg allen davon. Schon nach zehn Schüssen lag der Altmeister 5,3 Punkte vor Kantonalvorstandsmitglied Bernhard Kayser. Diesen Vorsprung baute der 50-jährige Nordostaargauer kontinuierlich aus. Am Schluss betrug sein Vorsprung 10,4 Punkte. „Aber auch ich habe bei einigen Schüssen gezittert und erreichte nur mit Glück eine gute Punktzahl“, relativierte Grossen seine Leistung. Dennoch scheint das Aargauer Aushängeschild im Pistolenschiessen gerüstet für die Schweizer Meisterschaft Anfang März in Bern. Dahinter überraschte Christoph Wolfgang. Der 23-jährige Badener war just als Achter in den Final gerutscht, steigerte sich aber nach mässigem Beginn und fing zuletzt Bernhard Kayser ab, der sich nach einem abschliessenden 8,0-Patzer mit Bronze begnügen musste. Wolfgang zeigte sich glücklich mit seiner ersten Elitemedaille: „Nach einer zweijährigen Pause habe ich wieder Freude am Schiessen.“ Enttäuschend endete der Final für Patrik Hunn, der nach schwachem Beginn „nur“ noch bis Rang 4 vorrückte.

Beim Nachwuchs trumpfte Ayleen Paolozzi (Sarmenstorf) in der Qualifikation gross auf. Sie distanzierte den letztjährigen U21-Juniorensieger Rogerio Jörg (Kölliken) mit 556:540 Punkten überraschend deutlich. Aber Jörg reagierte im Final nach mässigem Beginn. In der Schlussphase übernahm er die Führung und gab diese nicht mehr ab. Paolozzi hatte nach 24 Schüssen das Nachsehen mit 226,8:230,7. „Ich zitterte bei den letzten Schüssen auch“, zeigte sich der 19-jährige Kölliker erleichtert, dass es doch noch klappte mit der Titelverteidigung. „Die lange knappe Situation an der Spitze kostete Nerven“, gestand Silbergewinnerin Paolozzi,

Die erste Goldmedaille ging bei den Veteranen an den Freiämter Josef Huser vor dem Kleindöttinger Hans Peter Zimmermann und dem Leimbacher Jakob Bleiker. Beim U17-Nachwuchs setzte sich der Zofinger Andrii Kaschuta überlegen an die Spitze.

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