Feuertaufe in der Kaserne Bern: Der AGSV-Nachwuchs greift an!

Von |2026-02-23T18:22:32+01:0023. Februar 2026|Kategorien: Allgemein, Berichte Leistungssport|

Am 22. Februar 2026 verwandelte sich die Kaserne Bern wieder in das Mekka der Schweizer Luftgewehr-Elite. Der Aargauer Schiesssportverband (AGSV) trat mit einer gesunden Mischung aus erfahrenen Routiniers und hungrigen Newcomern an. Das Fazit vorab: Auch wenn die Konkurrenz – allen voran der Kanton Solothurn – ihre Dominanz ausspielte, stimmt die Richtung für den Aargau.

Junioren: Nervenkitzel und Technik-Pech

Bereits um 08:35 Uhr hiess es für unsere acht Junioren (Patrik Fleischli, Adrian Fischer, Raphael Läuppi, Ria Boss, Felix Frey, Ayleen Schweizer, Maiia Doronina und Irem Güzel): Fokus an, Puls runter. Doch für Patrik Fleischli begann der Wettkampf mit einem Schockmoment: Ein Defekt am Abzug seines Gewehrs drohte alles zu stoppen. Trotz dieses massiven technischen Handicaps bewies Patrik unglaubliche mentale Stärke. Er kämpfte sich zurück und knackte als bester Aargauer Junior dennoch die 600er-Marke (600,4 Punkte).

Als Mannschaft erreichten wir mit einem Schnitt von 578,2 Punkten den 11. Rang. Für die meisten unserer Talente war es der allererste Auftritt auf nationalem Parkett und die erste Saison im Lokalen Leistungszentrum (LLZ). Dass wir uns in einem Feld behaupten mussten, das von einer übermächtigen Solothurner Mannschaft angeführt wurde, die den Sieg in dieser Kategorie davontrug, zeigt, wie hoch die Trauben auf diesem Niveau hängen.

Elite: Meisterschafts-Power in der Kaserne

Um 12:50 Uhr übernahm die Elite das Kommando. Angeführt von unserer frischgebackenen Aargauer Meisterin Christiane Keller, die erst kurz zuvor am 14.02.2026 gekrönt wurde, war die Erwartungshaltung hoch. Christiane lieferte mit glänzenden 615,4 Punkten absolut ab. Gemeinsam mit einem starken Team, bestehend aus Andrea Rossi, Marco Fischer, Fiona Füglister, Darunee Frossard, Riwana Plattner und Martina Suty sowie Einzelschütze David Stihl, sicherte sich die Mannschaft mit einem Schnitt von 600,3 Punkten den 10. Rang. Auch in der Elite-Kategorie triumphierte die deutlich erfahrenere Equipe aus Solothurn, was den aktuellen Leistungsabstand zur nationalen Spitze verdeutlicht.

Fazit: Der Weg ist das Ziel

Obwohl die Resultate aufgrund der verständlichen Nervosität bei der Premiere und der enorm starken Konkurrenz noch nicht für die vordersten Plätze reichten, sind wir mit dem Auftritt mehr als zufrieden. Die nackten Zahlen belegen eine klare Aufwärtstendenz: Wir konnten in beiden Kategorien sowohl die Gesamtpunktzahl als auch die Platzierung im Vergleich zum Vorjahr steigern.

Es zeigt sich deutlich, dass sich die investierte Arbeit im Lokalen Leistungszentrum (LLZ) auszuzahlen beginnt. Unsere jungen Talente finden durch die gezielte Förderung schneller den Anschluss an das nationale Niveau. Wir haben junge Rohdiamanten im Kader, die nun Schritt für Schritt geformt werden. Der Verbandsmatch 2026 war ein wichtiger Meilenstein – die Basis ist gelegt, und die Entwicklung zeigt steil nach oben. Wir wissen nun genau, woran wir arbeiten müssen, um die Lücke zu den Top-Verbänden in Zukunft weiter zu schliessen.

Herzliche Gratulation an alle Schützinnen und Schützen für ihren tollen Einsatz!

Ranglisten Verbandsmatch 10m 2026