10-m-Freundschaftsmatch in Luzern: Überragende Gina Gyger in der Qualifikation, aber Zitterpartie im Final

Auf der Schiessanlage des regionalen Leistungszentrums Allmend Luzern hat die 21-jährige Solothurnerin Gina Gyger den 10-m-Freundschaftsmatch der Verbände Aargau, Solothurn, Tessin und Zürich gewonnen. In der Qualifikation schoss die ehemalige Nationalkader-Juniorin mit 628,3 Punkten das überragende Bestresultat. Im Final zeigte sie am Ende Nerven und siegte mit dem Minimalvorsprung von 0,1 Punkten vor der Aargauerin Christiane Keller. Beim U21-Nachwuchs setzte sich Gina Gygers Schwester Emely durch.
Am Vormittag schossen 23 Elite-Schützinnen und -Schützen. In der ersten Ablösung legte Stephan Martz (ZHSV) mit dem Bestresultat von 616,0 ein erstes Richtmass vor. Danach fiel der Zürcher als bester Mann der Qualifikation auf Rang 4 zurück. Die 21-jährige Gina Gyger schoss ausgeglichen auf höchstem Niveau und zeigte während der 60 Schüsse keinen Durchhänger. So resultierte ein Vorsprung von 9,9 Zählern auf ihre Solothurner Kollegin Diana Zwald, die zwar stark begann, danach aber nicht mehr an das Niveau von Gyger herankam. Die beste Aargauerin, Christiane Keller, baute am Schluss noch leicht ab und musste sich deshalb mit Rang 3 begnügen.
Final kostete Nerven
Im Final nahm die manuelle Auswertung viel Zeit in Anspruch. Das raubte der Favoritin Gina Gyger zunehmends die Sicherheit. Nach klarer Führung rückte Christiane Keller, die von sich sagt, keine Finalspezialistin zu sein, immer näher. Zuletzt musste sich die Solothurnerin mit 9,8 und 9,7 Punkten begnügen. Keller schoss im 23. Schuss 10,6, zeigte aber ihrerseits beim letzten Schuss Nerven. Mit 9,9 Zählern fehlte am Schluss ein lumpiger Zehntel, um mindestens ein Shootoff zu erzwingen.
„Der lange Final kostete Kraft, ich geriet bei der Schussauslösung ins Zögern und war zuletzt passiv“, erklärte Gina Gyger ihren Leistungsabbau. Keller haderte nicht mit ihrem letzten Schuss. „Ich hatte eine gute Saison und bin gut drauf. In diesem Jahr ging bei mir der Knopf auf“, sah sie zum Saisonabschluss vor allem positive Punkte.
Beim Nachwuchs tauchte in der Qualifikation wieder der Name Gyger an der Spitze auf. Die jüngere Schwester von Gina, Emely Gyger, schoss starke 620,6 Punkte. Dahinter belegt der Zürcher Verband mit seinem starken Nachwuchs geschlossen die nächsten fünf Ränge. Fadrina Jenal blieb mit 620,0 Zählern nicht weit hinter Emely Gyger. Im Final dominierte das Zürcher Duo Gyger/Jenal. Emely Gyger war nach überragendem Beginn nicht mehr von der Spitze zu verdrängen.






























